WWOOF Pfingsttreffen 2018 im Weidenzentrum

Das Weidenzentrum fällt ein wenig aus den „üblichen“ Wwoofrahmen, wir bestellen das Land mit Flechtweiden und bieten Kurse an in denen man das Flechten erlernen kann, bauen zur Selbstversorgung Gemüse und Früchte an und halten Honigbienen. Ganzjährig gibt es jede Menge zu tun auf dem Hof, die Hauptarbeitszeit mit den Weiden ist im Winter – die Ernte-.
Beim letzten großen Sturm im Februar hats den Gemüsegartenzaun zerrissen und diverse Sturmschäden haben auf dem ganzen Gelände viel Chaos hinterlassen. Zerstörung birgt Erneuerung also nix wie los und neu Aufgebaut, da kam das Wwoofen mit so vielen Menschen wie gerufen.

Mir kommt es so vor als sei das Weidenzentrum seit je her Wwoofbetrieb. Seit mehr als 8 Jahren sind wir es tatsächlich und haben schon viel Unterschiedliches erlebt und erfahren beim wwoofen.
Die Entscheidung Ausrichter des Pfingstfestivals zu sein viel vor ca. 3 Jahren und : Es ist ein tolles Erlebnis, als „Höflerin“ dreht man sich zunächst fünfmal um die eigene Achse, das gute Vorbereiten zeigt rasch Früchte und es wwooft selbstständig, hier und da gibt’s Fragen zu klären oder Entscheidungen zu fällen – aber in aller Ruhe und Stress ist für mich als Organisatorin der Hofseite nicht aufgekommnen. Gewohnt große Gruppen zu führen, durch die Seminartätigkeit, fühlte ich mich in meinem Element und mit den wunderbaren Menschen an meiner Seite war es leicht in Kontakt zu kommen.

Am Pfingstwochenende kamen ca. 50 Menschen zusammen um gemeinsam den Wwoofgedanken in die Tat um zu setzen.
Wie ein Zauber aus Zeit und Raum, Handwerk und Mensch verrannen die Stunden in einer sehr harmonischen Weise. Es woofte alles was das Zeug hergab, um Ecken, Kanten und Kurven, mit Holz, Metall, Pflanzen und Weidenruten, Erde, Kompost und Küchenutensilien.
Wie von Geisterhand war es am Montag Nachmittag vorbei WOW .
Wäre ich eine Dichterin könnte ich es besser in Worte fassen.
Ausdruck fand das wwoofen in recht handfesten Gewerken: Wildpflanzenwiese, Baumterrasse, Bienenunterstand, Klotzbeute und Trog, Kompost Toilette, Wabenbeete, Weidenhäuschen, ca 40m Zaun aus Tannensternen und Flechtweide, Rasensodenbänke und vielen lecker zu bereiteten Speisen.
Wir vom Hof haben aufgefahren was das Haus zu bieten hat: Taiji, Kreistanzen und Singen, Vortrag über Weidenflechten – Das Immaterielles Kulturerbe – , Kleine Flechtwerkstatt, Hofführung.

Danke an das Orga Team um Frank, Jens und Jan herum, danke Ines fürs Küchenfeen, besonders DANKE an die wwoofis die zu uns in den Norden geeilt kamen. Bleibend sind ihre Werke und für unseren kleinen Hof von großem Nutzen. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei „unseren“ Projektleiter*innen bedanken Alfredo, Reiner, Uwe, Eva, Lill und Susanne ohne sie und ihren Einsatz wäre es nicht so reibungslos abgelaufen. Und nicht zu letzt gilt mein Dank der großzügigen Bereitstellung der Weidenzentrumsunterstützer*innen von Werkzeug, Maschinen, Gerüsten und Schubkarren, die ein bequemes Wwoofen möglich machten.

Fazit:
Gutes Vorbereiten und Durchdenken der anstehenden Projekte schafft gemütliches wwoofen. Anzahl Mensch und Werkzeug sollte gleich sein,
kleinere Projekte in der Hinterhand haben ist ebenfalls günstig, falls etwas Unvorhergesehenes trotz guter Vorbereitung passiert (bei uns wurden die Wildpflanzen an eine falsche Adresse geliefert und konnten nicht gepflanzt werden).
Schultern runter und atmen, nach Möglichkeit das Büro, Büro sein lassen – jetzt wird gewooft –
Auch wenn die Toilettenanlage sich überfordert fühlte und sich fragte was denn gerade mit ihr passiert, einiges an Geschirr den Weg zum Spülen nicht mehr machen muss: *DAS WWOOFFESTIVAL ist ein großes GESCHENK an alle Beteiligten!!! DANKE!!!
Claudia vom Weidenzentrum*