1 - Fragenkatalog für Hofbesitzer/innen

Wenn es die Aufgabe der Hofbesitzer/innen ist, sich und ihren Hof für andere Menschen zu öffnen, diese an ihrem Alltag teilhaben zu lassen, ihre Geschichten, Erfahrungen, ihr Wissen und Können, ihre Inspiration und ihren Sinn für das Schöne im Leben zu teilen und weiterzugeben,
… dann haben WWOOFer/innen die Aufgabe sich einzulassen, einzutauchen und aus dem Vollen zu schöpfen. Den Tagesrhythmus mitzugehen, sich für Dinge zu begeistern, die für Höfler schon selbstverständlich geworden sind und mit Freuden ihre helfenden Hände einzubringen.

Du wünschst dir, dass dein Hof zum WWOOF-Hof wird? Dann bitten wir dich, den folgenden Fragenkatalog aufmerksam durchzulesen, bevor du dich entscheidest den nächsten Schritt zu tun, der dich dem WWOOF-Höfler-Dasein ein ganzes Stück näher bringen wird…

  • Hast du Lust auf Austausch und nimmst du dir Zeit,WWOOFer/innen Dinge zu erklären und beizubringen?
    WWOOFer/innen entscheiden sich dir zu helfen, weil sie deine Fertigkeiten erlernen wollen und deinen Lebensstil interessant finden. Daher ist es wichtig, dass du erreichbar bist und Freude daran hast, deine Kenntnisse zu teilen.
    WWOOFer/innen aus dem Ausland kommen nach Deutschland, um darüber hinaus Land und Leute kennenzulernen. Sie freuen sich, wenn ihnen ein Zugang zu deutscher Kultur und Lebensart geöffnet wird und auf der anderen Seite Interesse für ihre Herkunft und Kultur besteht.
  • Ist dir bewusst, dass ein gelungener WWOOF-Aufenthalt viel mit gelungener Kommunikation zu tun hat?
    Bereits vor dem Aufenthalt solltest du klären, was dir wichtig ist, um falsche Erwartungen zu vermeiden.
    Bei Unstimmigkeiten ist es wichtig, dass das Gespräch gesucht wird, damit an einer Verbesserung der Situation gearbeitet werden kann.
    Wir bitten dich auf alle ernst gemeinten Anfragen von WWOOFer/innen zumindest kurz zu antworten, auch wenn es sich nur um ein kurzes „Nein, zur Zeit leider nicht“ handelt. So wie sich Höfler wünschen, verbindliche und verlässliche Zusagen von WWOOFer/innen zu bekommen, wünschen sich WWOOFer/innen Rückmeldungen auf ihre Anfragen.
  • Welche Erwartungen stellst du an WWOOFer/innen?
    Es hat sich gezeigt, dass diejenigen Hofbesitzer/innen am glücklichsten mit ihren WWOOFer/innen sind, die nicht im Vorhinein bereits bestimmte Erwartungen haben, sondern sich überraschen lassen, wer kommt, und sich unvoreingenommen auf ein neues Gesicht einlassen können. WWOOFer/innen sind ganz unterschiedliche Leute: jüngere und ältere, mit oder ohne landwirtschaftlichem Hintergrund, lebhaftere und stillere Menschen, Menschen aus Deutschland und aus aller Welt.
  • Welche Anforderungen stellst DU an ökologische Landbaumethoden und artgerechte Tierhaltung?
    WWOOF sieht sich der von Bauern- und Selbstversorgerhöfen getragenen ökologischen Bewegung zugehörig. Einige WWOOF-Höfe sind landwirtschaftliche Betriebe, daneben gibt es aber auch eine Vielzahlkleiner Höfe, die wir gerne als „Selbstversorgerhöfe“ zusammenfassen.
    Was einen WWOOF-Hof spannend macht, sind besonders die Leute, die dort das tun, was ihnen am liebsten ist: Mit Leidenschaft gärtnern, melken, imkern, käsen oder Marmelade kochen. Die vieles ausprobieren und selber machen, kreativ sind, altes Handwerk am Leben erhalten oder mit natürlichen Baustoffen experimentieren, Vielfalt walten lassen und damit direkt oder indirekt die umliegende Natur schützen.
    Die Zertifizierung als Bio-Hof ist kein zwingendes Kriterium für die Aufnahme bei WWOOF, praktizierter ökologischer Landbau und artgerechte Tierhaltung aber sehr wohl. Wir wünschen uns, dass Haltungsbedingungen weniger von den zu erfüllenden Auflagen, als von den eigenen Ansprüchen an eine tiergerechte Haltung bestimmt werden.
  • Welche Art der Unterkunft kannst du WWOOFer/innen zur Verfügung stellen?
    Bei der Unterkunft kann es sich um ein Zimmer im Wohnhaus, einen Schlafsaal, einen Bauwagen, eine Jurte o.ä. handeln. Sie kann einfach sein, solange sie freundlich und sauber ist.
  • Welche Art der Verpflegungkannst duWWOOFer/innen anbieten?
    Im optimalsten Fall gibt es viele Lebensmittel aus eigener Produktion. Ansonsten ist eine Versorgung mit biologischen/ regionalen Produkten wünschenswert (zumindest bei Grundnahrungsmitteln).
    Gemeinsame Mahlzeiten schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit und unterstützen eine angenehme Atmosphäre.
  • Siehst du den Einsatz von WWOOFer/innen als freiwillige Mithilfe?
    WWOOFer/innen sind nicht vergleichbar mit einer bezahlten Arbeitskraft und können nicht als eine solche eingeplant werden. Genausowenig zahlen WWOOFer/innen für ihren Aufenthalt auf deinem Hof. WWOOFer/innen sind als Gäste freiwillig helfend in den Alltag auf dem Hof eingebunden. Der Umfang und die Gestaltung von Mithilfe und anderen Aktivitäten erwachsen dabei aus einvernehmlicher Absprache. Die Mithilfe ist freiwillig und es besteht rechtlich keine Leistungspflicht der WWOOFerInnen gegenüber den HofbesitzerInnen, die ihrerseits keine Weisungsgewalt gegenüber den WWOOFerInnen haben. Auch gibt es keine vertragliche Verpflichtung über den Zeitraum eines WWOOF-Aufenthaltes, er kann von beiden Seiten ausgehend jederzeit beendet werden.
    Ein Aufenthalt, der auf diese Art und Weise praktiziert wird, stellt ein Gefälligkeitsverhältnis dar, aus dem keine rechtlichen Verpflichtungen entstehen. Auch keine Sozialversicherungspflicht. WWOOFen ist eine Freizeitaktivität, während der die WWOOFerInnen für gewöhnlich über ihren regulären Arbeitgeber sozialversichert sind, in jedem Fall aber sind sie selbst und nicht die Hofbesitzer für ihren Versicherungsschutz verantwortlich.
  • Bitte sei umsichtig bei der Auswahl der Aufgaben für deine WWOOFer/innen und beachte, dass der Umgang mit landwirtschaftlichen Maschinen sowie andere gefährliche Maschinenarbeiten (z.B. Kreissägen) sowie der Umgang mit Gefahrstoffen keine Aufgaben für WWOOFer/innen sind.
    WWOOF-Deutschland ist lediglich für die Vermittlung der Hofadressen zuständig und haftet nicht für Schäden und Verluste, die mit einem WWOOF-Aufenthalt zusammenhängen. (www.oveuropa.com bietet eine Haftpflichtversicherung für WWOOFer/innen an!).
AKZEPTIEREN ABLEHNEN
ich stimme allen Punkten zu und möchte
mit dem Anmeldeverfahren weitermachen
ich stimme mindestens einem der Punkte NICHT zu!